Link in Bio und DSGVO: Worauf du achten solltest

  • Datenschutz
  • 4 Min. Lesezeit
  • Stand: 29. September 2026

Kurz gesagt: Die Seite hinter deinem Bio-Link ist eine ganz normale Website. Wer sie aufruft, hinterlässt Daten – mindestens die IP-Adresse. Nutzt du die Seite geschäftlich – oder auch privat, aber öffentlich für alle –, gilt deshalb in aller Regel die DSGVO. Ausgenommen sind nur ausschließlich persönliche oder familiäre Tätigkeiten (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO) – dazu passt eine öffentliche Link-Seite selten. Die wichtigsten Fragen sind: Wird auf der Seite getrackt? Werden Cookies gesetzt? Wo stehen die Server? Und gibt es eine Datenschutzerklärung, die zu all dem passt?

Inhalt dieses Artikels
  1. Warum eine Link-Seite überhaupt ein Datenschutzthema ist
  2. Die fünf Punkte, die du prüfen solltest
  3. Brauche ich eine eigene Datenschutzerklärung?
  4. Kurz-Check für deine Link-Seite
  5. Wie Linknetz das löst
  6. Kurz zusammengefasst
  7. Quellen

Jeder Aufruf einer Website funktioniert nur, wenn der Browser dem Server seine IP-Adresse mitteilt. IP-Adressen sind in aller Regel personenbezogene Daten. Dazu kommen oft weitere Daten: welcher Link geklickt wurde, welches Gerät, woher der Besuch kam.

Das ist nicht verboten – aber es muss eine Rechtsgrundlage geben (Art. 6 DSGVO), und die Besucher müssen erfahren, was passiert (Art. 13 DSGVO). Bei einer Link-in-Bio-Seite bist du dafür nicht automatisch allein zuständig und auch nicht automatisch raus: Wer für welche Verarbeitung verantwortlich ist, hängt davon ab, wie der Anbieter die Seite betreibt. Lies deshalb seine Datenschutzerklärung und seine Bedingungen.

Die fünf Punkte, die du prüfen solltest

1. Tracking und Werbepixel

Manche Link-Seiten binden Analyse- oder Werbedienste ein, oft von Anbietern außerhalb der EU. Solche Dienste erstellen häufig Profile über Besucher, auch über mehrere Websites hinweg.

Frag dich: Läuft auf meiner Seite ein fremdes Skript? Wenn ja, brauchst du dafür meist eine Einwilligung der Besucher – und damit einen Einwilligungs-Banner, der auf einer schlanken Link-Seite schnell mehr Platz einnimmt als deine Links.

2. Cookies und ähnliche Techniken

Nach § 25 TDDDG dürfen Informationen auf dem Gerät der Besucher nur mit Einwilligung gespeichert oder ausgelesen werden – es sei denn, das ist für den Dienst unbedingt erforderlich. Das betrifft Cookies, aber auch vergleichbare Techniken.

Eine Link-Seite braucht für ihre eigentliche Aufgabe, nämlich Links zu zeigen, in der Regel keine Cookies. Werden trotzdem welche gesetzt, lohnt sich die Frage, wofür.

3. Wo stehen die Server?

Werden Daten in ein Land außerhalb der EU übermittelt, braucht es dafür eine besondere Grundlage nach Kapitel V der DSGVO, etwa einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission. Das ist möglich, macht die Sache aber komplizierter – und diese Grundlagen standen in der Vergangenheit auch schon vor Gericht.

Liegen die Server in Deutschland oder der EU und werden keine Daten in Drittländer weitergegeben, fällt dieser Punkt weg.

4. Nachgeladene Inhalte

Auch ohne Tracking können Daten an Dritte fließen: Werden Schriften, Bilder oder Skripte von fremden Servern geladen, erfährt jeder dieser Server die IP-Adresse der Besucher. Bei Schriften von externen Anbietern ist das in Deutschland schon Gegenstand von Gerichtsverfahren gewesen.

Ein einfacher Test: Öffne deine Link-Seite im Browser, öffne die Entwicklerwerkzeuge (Reiter „Netzwerk“) und lade die Seite neu. Stehen dort Adressen anderer Firmen, werden Inhalte von dort geladen.

5. Klickstatistiken

Zu wissen, welcher Link geklickt wird, ist nützlich. Die Frage ist, wie gezählt wird: Werden einzelne Besucher wiedererkannt und über Tage verfolgt, oder wird nur eine Summe hochgezählt? Je weniger über einzelne Personen gespeichert wird, desto einfacher wird es datenschutzrechtlich.

Brauche ich eine eigene Datenschutzerklärung?

Wenn du deine Link-Seite geschäftlich nutzt: in aller Regel ja – oder deine bestehende Datenschutzerklärung muss die Link-Seite mit abdecken. Sie sollte zu dem passen, was auf der Seite tatsächlich passiert: welche Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck, auf welcher Rechtsgrundlage, wer beteiligt ist und welche Rechte Besucher haben (Art. 13 DSGVO).

Verlinke die Datenschutzerklärung dort, wo auch dein Impressum steht. Wie du das Impressum von deiner Bio aus erreichbar machst, steht in Impressum in der Instagram-Bio.

  • Kein fremdes Tracking- oder Werbeskript – oder eine saubere Einwilligung dafür
  • Keine Cookies, die nicht unbedingt nötig sind
  • Serverstandort bekannt, idealerweise in der EU
  • Keine Schriften oder Skripte von fremden Servern
  • Klickzahlen ohne Wiedererkennung einzelner Besucher
  • Datenschutzerklärung und Impressum auf der Seite verlinkt

Wie Linknetz das löst

Linknetz ist für genau diese Fragen gebaut: Die Server stehen in Deutschland, vor dem Klick eines Besuchers läuft auf deiner Profilseite kein fremdes Skript, und sie setzt keine Cookies. Bettest du mit Pro ein Video oder Lied ein, lädt dessen Player erst, wenn ein Besucher selbst auf Abspielen tippt. Schriften liegen auf unserem eigenen Server. Klicks werden nur als Summe gezählt – ohne IP-Adressen und ohne Wiedererkennung einzelner Besucher. Dein Impressum und deine Datenschutzerklärung verlinkst du direkt unter deinen Links. Was genau wir verarbeiten, steht in unserer Datenschutzerklärung. Kostenlos starten

Kurz zusammengefasst

  • Eine Link-in-Bio-Seite ist eine Website – die DSGVO gilt auch hier.
  • Die größten Stolpersteine: fremde Tracker, unnötige Cookies, Daten in Drittländern und nachgeladene Inhalte.
  • Eine passende Datenschutzerklärung gehört neben das Impressum.

Weiterlesen: Mehrere Links auf Instagram teilen

Quellen

  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), insbesondere Art. 2, Art. 6, Art. 13 und Kapitel V (Art. 44 ff.) – eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj
  • § 25 Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG)

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